Brennnessel Rohextrakt ungefiltert - 250ml

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  • R401-025
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Produktinformationen "Brennnessel Rohextrakt ungefiltert - 250ml"

Brennnessel Rohextrakt ungefiltert.

Der Extrakt wurde mittels Soxhlet Methode extrahiert und ist sehr stark.

DEV (Droge-Extrakt-Verhältnis) ist 1:4.

Extrahiert wurde mittels 70% EtOH.

Extraktionsdauer 5 Iterationen * 8 Stunden, bis der DEV von 1:4 erreicht war.

Der Extrakt wurde nicht gefiltert, daher können ausgefallene Harze und andere Schwebestoffe enthalten sein.

Der Extrakt wurde absichtlich nicht gefiltert, um z.B. Harze nicht zu entfernen, da diese je nach weiterer Verarbeitung auch von Nutzen sein können.

Das Produkt wird in einer 250ml Braunglasflasche versandt.

 

Anwendung: Herstellung von Kosmetika, Herstellung von Nahrungsmitteln, Herstellung von Nahrungergänzungsmittel, Forschung etc…

 

Achtung: Bei diesem Produkt handelt es sich um kein Nahrungsmittel, Nahrungsergänzungsmittel oder Kosmetikum. Es handelt sich um einen pflanzlichen Rohstoff, der zur Weiterverarbeitung gedacht ist.

 

Weitere Namen: Große Brennessel: Große Nessel, Donnernessel, Hanfnessel, Tausendnessel. Kleine Brennessel:  Gartennessel.

 

Allgemeines: Das Brennesselgewächs (Fam. Urticaceae) kommt überall in der Nähe menschlicher Behausungen der gemäßigten Zonen aller Erdteile vor, z.B. an Gartenzäunen und auf Schuttplätzen. Die Pflanze wird 60 - 150 cm hoch und hat einen winterharten Wurzelstock. An einem aufrechten, unverzweigten, vierkantgen Stengel wachsen gegenständig angeordnet, länglich-herzförmige, spitze und grob gezähnte Blätter, die mit Brenn- und Borstenhaaren versehen sind. Die achselständigen, bis 10 cm langen hängenden Blütenrispen zeigen kleine und unscheinbare Blüten. Urtica urens, die Kleine Brennessel wird ca 15-50 cm hoch. Die Blätter sind bei ihr eher eiförmig. Im Unterschiedlich zur großen Brennessel ist bei ihr die Länge der Blütenrispe kürzer wie die benachbarten Blattstiele.

Die Pflanze wurde bereits im Altertum ausführlich beschrieben und vielfach medizinisch genutzt. Dioskurides führte viele Einsatzgebiete an, wie beispielsweise Wunden, Harnwegserkrankungen, Verrenkungen, Nasenbluten und diverse Atemwegserkrankungen. Hippokrates, Plinius, Hildegard von Bingen und Paracelsus erwähnten sie ebenfalls. Die Brennessel wurde auch in der Sympathiemedizin eingesetzt. Sie diente ofmals dazu, die Krankheit der Betroffenen zu übernehmen.

Der Gattungsname "Urtica" ist abgeleitet vom lateinischen Wort "urere = brennen" und bezieht sich auf die auf der Haut wahrgenommene Sensation bei Kontakt mit den Brennhaaren der Pflanze. "Dioica" ist eine Ableitung von dem botanischen Begriff "diözisch", was zweihäusig bedeutet. An der Pflanze sind nämlich weibliche und männliche Blüten zu finden.

Droge: Brennesselblätter- und -kraut (Urticae folium und herba). Brennesselwurzel (Urticae radix). Für beide Drogen liegen Positiv-Monographien der Kommission E, ESCOP und der WHO vor. Von den Brennesselfrüchten (Urticae fructus) gibt es keine Monographie. 

Die Blätter werden in den Monaten Juni und Juli geerntet, die Wurzeln im Frühjahr oder Herbst ausgegraben. Die Krautdroge besitzt einen kaum wahrnehmbaren Geruch und ist im Geschmack schwach bitter. 

 

Inhaltsstoffe und Wirkungen:

Die Blattdroge enthält Phenolcarbonsäuren, darunter auch Caffeoyläpfel- und Caffeoylchinasäuren, sowie Flavonoide (1-2%), v.a. Glukoside und Rutinoside des  Quercetins und Kämpferol. Es liegt eine, hauptsächlich auf Caffeoylchinasäuren basierende,antiphlogistische  - die Leukotrien- und Prostaglandinsynthese inhibierende Wirkung - vor. Es kommt zu einer Hemmung der Infiltration und Aktivität immunkompetenter Zellen in entzündetem Gewebe.Weitere Inhaltsstoffe sind Cumarine, sehr viel Chlorophylle, Carotinoide, Vitamine und Eisen. In den Brennesselhaaren der Frischpflanze sind kleine Mengen an Histamin, Serotonin, Ameisensäure, Leukotriene und Acetylcholin zu finden. Die in beträchtlicher Menge enthaltenen Mineralstoffe, v.a. Kieselsäure (1-4%). Kalium- und Kalziumsalze wirken aquaretisch. Es kommt zu einer deutlich vermehrten Harnsäureausscheidung. Der Körperstoffwechsel wird angeregt. Zudem wurde ein lokalanästhetischer und analgetischer Effekt festgestellt.

Die Brennesselwurzel entält ein aus verschiedenen Isolektinen aufgebautes Lektin mit einer vermutlich antiphlogistischen Wirkung sowie freie und glykosidisch gebundene Sterole. Ferner liegen das Cumarin Scopoletin sowie Lignane, Ceramide, Fettsäuren und Polysaccharidfraktionen vor. Die Wirkmechanismen der  Inhaltsstoffe sind noch nicht vollständig geklärt, jedoch ist sowohl eine Verzögerung der Hyperplasie als auch ein antikongestiver Effekt zu erwarten. Mögliche  Mechanismen können eine Beeinflussung des Östrogenstoffwechsels sowie des sexualhormonbindendes Globulins sein. Es liegt eine durch 9-HODE verursachte Beeinflussung der Aromatase zugrunde, die für die Bildung von Östrogen, das ein vermehrtes Wachstum des stromalen Prostatagewebes induziert, aus Testosteron verantwortlich ist. In Kombination mit Sabal-Extrakten zeigt sie nicht nur eine überadditive Wirkung auf die Hemmung der Aromatase, sondern auch eine Verminderung der Bindungskapazität des SHBG, was zu einer verminderten Bildung von DHT (Dihydrotestosteron) führt - dem entscheidenden Faktor bei der Proliferation des Prostatagewebes. In erster Linie beruht der Effekt der Droge auf einer antikongestiven Wirkung.

Die Brennesselwurzel führt bei benigner Protatathypertrophie zu einer Erhöhung des Miktionsvolumens und des maximalen Harnflusses sowie zu einer Verminderung der Restharnmenge. Nachgewiesen wurde außerdem eine antitumoröse Wirkung sowie eine Inhibition der Viren HIV-1, HIV-2, CMV, RSV und Influenza A.

In der Volksheilkunde werden noch die Früchte der Brennessel, die gelegentlich fälschlicherweise als Brennesselsamen bezeichnet werden verwendet. Sie enthalten Schleime und fettes Öl. Das daraus gewonnene Öl enthält Carotinoide und weist einen hohen Gehalt an Linolsäure  (bis 83%) sowie 0,1 bis 0,2% Tocopherole auf.

 

Nebenwirkungen: Keine bekannt bei Verwendung der Blatt-und Krautdroge. Bei der Brennesselwurzel gelegentlich leichte Magen-Darm-Beschwerden. Nach Einnahme von Brennesseltee wurden allergische Reaktionen beobachtet.

 

Kontraindikationen: Ödeme infolge eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeiten bei der Blattdroge. Für die Wurzeldroge liegen keine Kontraindikationen vor.

 

 

 

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