Mistel Rohextrakt ungefiltert - 250ml

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  • R410-025
Mistel Rohextrakt ungefiltert. Der Extrakt wurde mittels Soxhlet Methode extrahiert und ist... mehr
Produktinformationen "Mistel Rohextrakt ungefiltert - 250ml"

Mistel Rohextrakt ungefiltert.

Der Extrakt wurde mittels Soxhlet Methode extrahiert und ist sehr stark.

DEV (Droge-Extrakt-Verhältnis) ist 1:4.

Extrahiert wurde mittels 70% EtOH.

Extraktionsdauer 5 Iterationen * 8 Stunden, bis der DEV von 1:4 erreicht war.

Der Extrakt wurde nicht gefiltert, daher können ausgefallene Harze und andere Schwebestoffe enthalten sein.

Der Extrakt wurde absichtlich nicht gefiltert, um z.B. Harze nicht zu entfernen, da diese je nach weiterer Verarbeitung auch von Nutzen sein können.

Das Produkt wird in einer 250ml Braunglasflasche versandt.

Anwendung: Herstellung von Kosmetika, Herstellung von Nahrungsmitteln, Herstellung von Nahrungergänzungsmittel, Forschung etc…

Achtung: Bei diesem Produkt handelt es sich um kein Nahrungsmittel, Nahrungsergänzungsmittel oder Kosmetikum. Es handelt sich um einen pflanzlichen Rohstoff, der zur Weiterverarbeitung gedacht ist.

Weitere Namen: (Viscum album),Affolter, Bocksfutter, Drudenfuß, Elfklatte, Geißkrut, Guomol, Hexenbesen, Hexenkrut, Immergrün, Leimmistel, Mistelsenker, Vogelmisterl

Weitere Art: Eichenmistel (Viscum quercinum)

Allgemeines: Dieses Riemenblumengewächs (Fam. Loranthaceae) kommt als Halbschmarotzer auf fast allen Laubbäumen außer der Buche vor- zwei Unterarten nur auf Nadelhölzern. Der runde, annähernd kugelige, immergrüne kleine Strauch von gelbgrüner Farbe ist dichasial verzweigt und besitzt gegenständig, an den Enden der Gabeläste angeordnete, verkehrt-eiförmige, längliche, ledrige und ganzrandige Blätter. Die unscheinbaren gelbgrünen vierzähligen Blüten sitzen in den Achseln der Zweige und bilden weiße, klegrige Beerenfrüchte aus.

Die Mistel reicht in ihrer mit Religion und Brauchtum verwobenen Geschichte weit in das Altertum zurück. Sie gehört ähnlich der Alraune zu den ältesten Zauberpflanzen. Die keltischen Druiden schnitten sie mit einer goldenen Sichel von den Bäumen und verwendeten sie als eine Art "Allheilmittel". Epilepsie und Schwindel wurden von alters her mit der Mistel behandelt. Hildegard von Bingen bereitete Mistelschleim gegen Leberleiden und Lonicerus verwendete die Pflanze u.a. als fieberwidriges und blutstillendes Mittel. In der heutigen Zeit wird sie v.a. in der Behandlung tumoröser Erkrankungen eingesetzt.

Das lateinische Wort "viscum" bedeutet "klebrig" und bezieht sich auf die zur Leimherstellung geeigneten Früchte.

Droge: Mistelkraut (Visci albi herba). Positiv - Monographie der Kommission E. Die Mistel wird am besten in den Monaten März bis April gesammelt. Der Geruch ist ser schwach und von eigenartigem Charakter. Im Geschmack ist das Kraut bitter.

Dosierung: Die Anwendung bei Tumorerkrankungen erfolgt in Form von i.c.-, s.c-, oder i.v.-Injektionen. Die Dosierung und die Frequenz der Applikationen richtet sich nach den Herstellerangaben. Im Allgemeinen wird Mistellektin I für eine Anwendung  2-3 mal/Woche in einer Dosierung 0,5 -1 ng/kg K G empfohlen. Nach drei Monaten soll eine 14-tägige Therapiepause eingelegt werden. Bei einer Zusatztherapie zur Chemo- oder Strahlentherapie wird 1 ml vor sowie 24 Std. danach verabreicht. Die Tagesdosis beträgt 10g Droge für die Zubereitungsformen wie Tinkturen, Presssaft und Trockenextrakte (6:1). Für eine Teezubereitung in Form eines Mazerats werden 2,5g auf 150ml gegeben, 1-2 Tassen täglich. Vom Mistelpulver  wird 3,mal täglich 2-6g eingenommen, vom Fluidextrakt 3-mal täglich 1-3 ml und vom Mistelwein 3-4 Gläser täglich.

Inhaltsstoffe und Wirkungen: Die Mistel enthält verschiedene biologisch aktive Inhaltsstoffe, von denen fünf Komponenten für die antitumorale und immunmodulierende Wirkung verantwortlich sind: Mistellektine (Glykoproteine) und Viskotoxine, bei denen es sich um Polypeptide handelt, basische Proteine, Polysaccaride (Arabinogalactane, Galacturonane) und Flavonoide( u.a.Rhamnazin und Quercetinderivate). Abgesehen von den Flavonoiden finden sich noch weitere Phenylpropanoide (u.a. Anissäure, Kaffeesäure) sowie Phytosterole, biogene Amine (Tyramin), Lignane,Triterpene, Polyalkohole und Vitamin C. Mistelextrakte wirken direkt zytotoxisch sowie immunmodulatorisch. Die am intensivsten untersuchten und für die immunmodulatorische Wirkung am meisten verantwortlichen Inhaltsstoffe  sind die Mistellektine, die sich anhand ihrer Zuckerspezifität und ihres Molikülgewichts in drei verschiedene Lektine unterscheiden lassen:die ML-1 (besteht aus D-Galactose), ML-2 (besteht aus D-Galactose und N-Acetylgalactosamin) und ML-3 (besteht aus Acetylgalactosamin). Daneben wurde ein chitinbindendes Lektin, bezeichnet als VisalbCBA, nachgewiesen. Als Hauptwirkstoff der Mispel gelten die ML-1-Laubholzmisteln enthalten vorwiegend ML-1, Tannen und Kiefernmisteln vorwiegend ML-3. Mistellektine aktivieren das unspezifische Immunsystem, Mistelextrakte, genauer die Mistellektine, wirken auf zwei Arten zytotoxisch. Zum einen indirekt über die Induktion immunologischer Mechanismen erzielt, zum anderen liegt eine direkte zytotoxische Wirkung vor, die jedoch durch Anwesenheit  von Antikörpern aufgehoben bzw. begrenzt wird und nur bei direktem Kontakt mit dem Tumor einen Effekt zeigt. 

Indikationen: Die Mistel wird als Palliativtherapie im Sinne einer unspezifischen Reiztherapie bei Malignomen eingesetzt. Es kommt zu einer signifikanten besseren Lebensqualität und einer verminderten Angstelastung. Dies korreliert mit einem unter regelmäßigen Mistelinjektionen deutlichen Anstieg von ß-Endorphinen. Hieraus können auch positive Einflüsse auf das Schmerzempfinden resultieren. In der traditionenllen Medizin wird die Mistel als Blutdruckregulans mit mild blutdrucksenkender Wirkung angewendet. In der Erfahrungsheilkunde hat die Mistel auch einen Ruf als herzstärkendes Mittel nach schweren Infektionskrankheiten. Eine Anwendung ist in der Volksheilkunde ferner zur Arterioskleroseprophylaxe möglich. Es liegen zudem Hinweise auf eine immunstabilisierende Wirkung bei häufig  wiederkehrenden Atemwegsinfekten vor, die sich v.a. bei durch den Tschernobyl-Unfall betroffenen Kindern positiv auswirkt. Zudem werden die Stengel der Mistel als Beruhigungsmittel bei nervöser Unruhe, erhöhter Erregbarkeit und Angst sowie bei geistigen und körperlichen Erschöpfungszuständen eingesetzt. Eine Zulassung bir Mistelextrakte besetht für die Segmenttherapie bei degenerativ-entzündlichen Gelenkserkrankungen. 

Nebenwirkungen: Bei parenteraler Anwendung können Schüttelfrost, Fieber,Kopfschmerzen, pektanginöse Beschwerden, orthostatische Kreislaufstärungen und bei lang dauerner Einnahme auch allergische Reaktionen auftreten. An der Einstichstelle kann es zu Rötungen und Schwellungen kommen. Die Droge ist bei peroraler Einnahme nicht toxisch. 

Kontraindikationen: Eiweißüberempfindlichkeit, chronisch-progrediente Infektionen (Tuberkulose), Kollagenosen, allergische Diathese, Leukemie, Lymphomerkrankungen.

 

 

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