Passionsblume Rohextrakt ungefiltert - 250ml

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  • R414-025
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Produktinformationen "Passionsblume Rohextrakt ungefiltert - 250ml"

Passionsblume Rohextrakt ungefiltert.

Der Extrakt wurde mittels Soxhlet Methode extrahiert und ist sehr stark.

DEV (Droge-Extrakt-Verhältnis) ist 1:4.

Extrahiert wurde mittels 70% EtOH.

Extraktionsdauer 5 Iterationen * 8 Stunden, bis der DEV von 1:4 erreicht war.

Der Extrakt wurde nicht gefiltert, daher können ausgefallene Harze und andere Schwebestoffe enthalten sein.

Der Extrakt wurde absichtlich nicht gefiltert, um z.B. Harze nicht zu entfernen, da diese je nach weiterer Verarbeitung auch von Nutzen sein können.

Das Produkt wird in einer 250ml Braunglasflasche versandt.

Anwendung: Herstellung von Kosmetika, Herstellung von Nahrungsmitteln, Herstellung von Nahrungergänzungsmittel, Forschung etc…

Achtung: Bei diesem Produkt handelt es sich um kein Nahrungsmittel, Nahrungsergänzungsmittel oder Kosmetikum. Es handelt sich um einen pflanzlichen Rohstoff, der zur Weiterverarbeitung gedacht ist.

Allgemeines: Das Passionsblumengewächs (Fam. Passifloraceae) ist vorwiegend in den tropischen Regenwäldern Amerikas und Ostindiens zu Hause. Die Pflanze besitzt einen ca. 5 m langen, dünnen, kahlen, sich rankenden Stengel, an denen gestielte, tief dreilappige, am Grund keilförmige Blätter wechselständig angeordnet sind. Aus den Blattachseln entspringen ca. 8 cm große Blüten von weißer, fleischroter oder violetter Färbung. Inerhalb der Blumenkronenblätter steht ein dichter Fadenkranz purpurroter, innen fast schwarzer Nebenkronenblätter.

Die beruhigende, kräftigende und entkrampfende Wirkung auf die Nerven wurde schon von den Mayas und Azteken genutzt. Überhaupt reicht die Verwendung als Nahrungs- und Heilmittel vermutlich bis in vorgeschichtliche Zeit zurück. An Ausgrabungsstätten in Nordamerika fanden Wissenschaftler Samen der Passionsblume, denen ein Alter von mehreren  tausend Jahren zugesprochen wird. Erste schriftliche Aufzeichnungen liegen für das Jahr 1552 in dem Kräuterbuch vor, das der indianische Heiler Martin de la Cruz über die Heilpflanzen der Azteken verfasste. Bei den Azteken diente sie als Heilmittel gegen Harnverhaltensowie bei Knochenbrüchen und Prellungen. Im 16. Jh. kamen auch die ersten Informationen über die Pflanze nach Europa. Für diese Zeit liegen Empfehlungen zur Behandlung von Schlaflosigkeit und Schmerzen vor. Doch das Interesse in Europa beschränkte sich überwiegend auf die Passionsblume als Zierpflanze für botanische Gärten. Eingang fand sie in den europäischen Arzneischatz nicht. Gegenteilig war die Entwicklung in Nordamerika wo sie um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jh. zu einem bedeutenden Heilmittel wurde. Einschlafstörungen, erschöpfungsbedingte Nervosität, Krämpfe, auch im Kindesalter, Tetanus und Epilepsie galten als Anwendungsgebiete. Große Aufmerksamkeit erhielt die Passionsblume in Europa, nachdem Gerhard Madaus 1938 in seinem "Lehrbuch der biologischen Heilmittel" relativ umfangreiche Informationen zu Wirkung und Gebrauch veröffentlichte. In den letzten Jahrzehnten vollzog sich der Wandel zu einem modrnen, auf wissenschaftlichen Daten basierenden Phytotherapeutikum.

Ihren Namen erhielt die Pflanze von der Kirche: Nachdem der spanische Missionar und Pater Simone Parlesca im Jahr 1605  ein Exemplar der Passionsblume nach Rom geschickt hatte, stellten gemäß seiner mystischen Vision, die Kirchenfürsten diese Blüte als eine Abbildung der Marterwerkzeuge Christi dar. Sie sahen in der Blütenkorona die Dornenkrone, in den fünf Staubbeuteln die Wundmale, in den drei Griffeln die Kreuznägel, in dem gestielten Fruchtknoten den Gral, in dem dreilappigen Blatt die Lanze des Longius und in den Ranken die Geißel.

Das lateinische "Incarnatus" bedeutet "fleischfarbig" und bezieht sich auf die Blütenfarbe. Im christlichen Sinne wird es als "fleischgeworden" von den Worten "in = in, hinein und Caro, carnis = Fleisch, interpretiert.

Droge: Passionsblumenkraut  (Passiflorae herba).Positiv-Monographie der Kommission E und der ESCOP. Die Ernte erfolgt zur Blütezeit. Die Droge riecht leicht aromatisch. Der Geschmak ist uncharakteristisch und ziemlich fade.

Inhaltsstoffe und Wirkungen: Die wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe der Passionsblume sind bis zu 2,5% Flavonoide - fast ausschließlich C-Glykosylflavone mit Isovitexin-2-glokosid, Schaftosid, Isoorienin-2-glukosid und Vicenin. Aus einem methanolischem Extrakt der Blätter wurde in neuer Zeit ein trisubstituiertes Benzoflavon isoliert, das vermutlich maßgeblich an der anxiolytischen Wirkung der Droge beteiligt ist.Weitere Inhaltsstoffe des Passionsblumenkrauts sind: Zucker und Polysaccharide, freie Aminosäuren, Glykoproteine, Cumarine sowie geringere Mengen ätherisches Öl und Gynocardin. Die häufig erwähnten Harmanalkaloide liegen nicht oder bestenfalls in Spurn vor. Ebenso fraglich ist, ob Maltol, eine Pyronmethylcarbonsäure, ein genuiner Inhaltsstoff oder eher eine Artefakt ist.

 Es zeigt sich eine eher milde sedative und schlaffördernde Wirkung mit nachgewiesender Hemmung der lokomotorischen Aktivität. Passionsblumenkraut wirkt schwach  antikonvulsiv. Rezeptorbindungsstudien zeigten keine Interaktion mit Benzodiazepin-, Dopamin- bzw. Histaminrezeptoren. Nachgewiesen ist dafür eine Beeinflussung der Bindung  von 3H-GABA A-Rezeptor durch zwei Flavonoidverbindungen (Isoorienti-2-gluzcosid und Isovitexin-2-glucosid). Ausgeprägter ist bei Passionsblumen-Extrakten der anxiolytische Effekt (v.a. bei alkoholischen Auszugsmitteln und dem Blatt der Droge): Für eine isoliertes trisubstituiertes Benzoflafon wurde eine anxiolytische Wirkung festgestellt. Zudem lassen sich eine Senkung der Herzfrequenz und eine Abnahme des Blutdrucks nachweisen. Interessant ist eine weitere Wirkung des trisubstituierten 6,7-Benzflavons, das Entzugssymtome bei Abhängigkeit von prychotropen Substanzen wie Alkohol, Nikotin, Cannabinoiden, Morphin und Benzodiazepinen mindert. Zudem scheint es positiv auf Virilität zu wirken.

Indikationen: 

Passionsblume wird eingesetzt bei Neurasthenie, neurovegetativer Dystonie, nervösen Unruhezuständen, besonders bei gleichzeitig vorliegenden Angstzuständen, sowie bei nervöser Schlaflosigkeit. Besonders für Kinder ist sie bei nervösen Störungen geeignet. Ach bei durch Herzklopfen indzierter Unruhe, dem sog. kardialen Erethismus, lässt sich die Droge eisetzen. Eine sinnvolle Kombination liegt mit Weißdornextrakten vor, durch die es zu einer Leistugssteigerung bzw. eiem Nutze bei der Herzisuffiziez bis NYHA II kommt. In der Volksheilunde der Indianer Nordamerikas wird die Passionsblume als Nervenberuhigungsmittel, Diuretikum und Antispasmodikum eingesetzt. Sie kommt zur Anwendung bei Nervosität, Unruhezuständen, Schlaflosigkeit, neuralgische Schmerzen sowie bei Kopfschmerzen und hysterischen Zuständen. Neben Passiflora icarata werden auch zahlreiche andere Arten der Passionsblume verwendet.

Nebenwirkungen und Kontraindikationen: Keine bekannt

 

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